DIE WEISHEIT DER WINTERROMANTIK

Die Weisheit der Winterromantik

Von Milena Oda

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Und der Winter ist da. Schön, wenn der Winter mit Schnee und Kälte einbricht. Sogleich breitet sich eine Schneedecke über die schläfrige Natur und über die hektische Stadt mit den darin umher eilenden Menschen, die noch nicht Zeit hatten zu verstehen, was es bedeutet, wenn der Winter da ist. Der Winter ist eine besonders romantische und besonders nachdenkliche Zeit.

Ich genieße die Weisheit der Winterromantik in allen ihren Nuancen. Ich schaue dem Jahresende entgegen und blicke auf das Vergangene. Auf das Gute und Falsche, auf die Auseinandersetzungen und Versöhnungen, auf die Liebe und die Abneigungen, alles mischt sich plötzlich in mir und ich möchte Ordnung in meinem Herzen schaffen. Das ist mein Gebot, und das ist auch das Gebot der Natur. Wir beschließen das alte Jahr. Die Natur friert alles Alte ein, bedeckt gedankenverloren sich selbst und bringt sich zur Ruhe. So auch wir.

 

Milena Oda dichtet im Winter in Berlin

Die luftigen, fröhlichen Schneeflocken fangen still an über uns zu rieseln, sie fallen schnell nieder, der Winterwind wirbelt wie ein lustiger Akrobat Schnee auf, und der Abend rückt immer näher; schon um vier wird alles dunkel und nun künstlich beleuchtet, nur die Sterne mit Mond bestrahlen die wie in Zucker eingemachte Landschaft. Bleibt hier, Schnee, Sonne und Frost. Keine grauen Farben im Winter! Bloß kein Tauwetter! Verschwinde nicht, Schnee, kaum dass du da bist! Ich will romantisch mit dir tändeln, wie traurig der Winter ohne dich ist. Wir in der Mitte Europas haben das schöne Privileg alle Jahreszeiten in ihrer Vielfalt genießen zu können. Der Schnee macht mich glücklich, sobald ich ihn anschaue! Sie nicht?

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Und was passiert in uns? Wir werden nachdenklicher. Eine innere Stille bildet sich in uns, als ob sie mit der stillen, schlafenden Natur im Einklang sein möchte. Wir vertiefen uns in uns selbst. Wir sehen das Ende des Jahres vor uns und denken über seinen neuen Anfang nach. Die Weisheit des Winters rückt in unseren Kopf und die Seele. Unsere Augen und Sinne empfangen die weise Ästhetik der Weiße!

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Warum wählte die Natur gerade die weiße Farbe – die Farbe der Ursprünglichkeit, der Unschuld und des Friedens? Sie fordert uns auf, uns mit dem vergangenen Jahr auszusöhnen. Die Natur geht schlafen und vor dem Schlaf soll man keinen Streit anfangen oder bösartige Gedanken hegen. Wir würden uns nie beruhigen. Und das will die Natur in uns und außerhalb von uns nicht.

Die Weisheit liegt in der Phantasie und in der Vernunft, sowie in der Reinheit, Besinnung, Ruhe und dem Frieden. Eine ganz besondere Magie hat der Winter für uns. Welcher Zauber wird mich im neuen Jahr erwarten oder welchen werde ich selbst am Ende des alten schaffen? Wir werden im neuen Jahr etwas Neues bewirken, eine neue Ordnung wird sich vielleicht in uns einrichten. Aber wir versprechen uns auch, alles Gute vom alten zu bewahren.

Fahren Sie in die schneeweiße Natur, zu den imposanten, natürlichen Kathedralen der Berge, sie laden zum Dichten, zum Träumen ein, wir sollten alles liegen lassen und besinnlich und liebevoll in dieser besonderen Zeit sein. Wir geben uns der Imagination, dem Zauber des Winters hin… Nehmen Sie die Weisheit des Winters und der Natur wahr. Wie wichtig ist aufrichtige Freude in der Natur! Es ist ein Glück!

ImageFotos by Topalante.

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